Kichernde Schülerinnen auf Klassenfahrt – am Shakespeare's Globe Theatre in London, Großbritannien

Gut zu wissen

Schülersprachreisen – Europa

Gibt es bei Sprachreisen Zimmermädchen, die für Ordnung sorgen? Wird Höflichkeit in ganz Europa gern gesehen? Und wie lassen sich eventuelle Probleme vor Ort am schnellsten klären?
Ob Unterkunft, Reisepass oder Ansprechpartner – bei der Vorbereitung einer Schülersprachreise nach Malta, Irland oder Frankreich tauchen sicher einige Fragen auf. Wir haben die häufigsten gesammelt und geben hier Antworten: von A wie Anschnallpflicht bis Z wie Zöliakie.

Die übliche Art der Anreise bei unseren Sprachreisen innerhalb Europas ist mit dem Flugzeug. Der Flug ist nicht im Reisepreis enthalten und kann selbst gebucht werden. Gern unterbreiten wir dafür auch ein Angebot. Der Flughafentransfer im europäischen Reiseland zur Unterkunft und zurück  ist in der Regel im Reisepreis enthalten und wird von unseren Partnersprachschulen vor Ort organisiert.

Bei manchen unserer Schülersprachreisen ins europäische Ausland erfolgt die Anreise per Bus.

Die gesetzliche Lenk- und Ruhezeitverordnung stellt sicher, dass unsere Busfahrer immer ausgeschlafen hinter dem Steuer sitzen, und macht das Busfahren genauso sicher wie Bahnfahren oder Fliegen. In aller Regel setzen wir bei unseren Fahrten innerhalb Europas moderne Fernreisebusse ein: mit Toilette, Klimaanlage, DVD-Player und nettem Fahrer an Bord. Einziger Wermutstropfen: WLAN gehört leider nicht zur Standardausstattung.

Auf der Hin- und Rückfahrt wird meist ein Fahrerwechsel vorgenommen. Der restliche Reiseverlauf ist so gestaltet, dass der Fahrer mit Einhaltung der Pausenzeiten am Ende seiner erlaubten Schichtzeit rechtzeitig die Unterkunft erreicht. Der Einsatz eines zweiten Fahrers für die gesamte Fahrt ist zumeist nicht notwendig.

Zu guter Letzt: Die Gurte an den Sitzen im Bus sind keinesfalls nur hübsche Deko. Aufgrund der Anschnallpflicht müssen sie bei der Busfahrt immer verwendet werden. Bei längerer Anreise oder Nachtfahrten kann auch ein kleines Kopfkissen zum Einsatz kommen – alternativ die Schulter des Sitznachbarn. Umso entspannter gelingt der Start der Sprachreise vor Ort in Malta, Irland oder Frankreich.

Obwohl sich Europa durch das Schengener Abkommen zu einer interessanten Großfamilie entwickelt hat, gibt es an manchen innereuropäischen Grenzen Kontrollen, sodass bei Schülersprachreisen nach Malta, Irland und Frankreich der Personalausweis oder der Reisepass unbedingt ins Handgepäck gehört.
Für Reisende ohne EU-Staatsbürgerschaft gelten allerdings besondere Bestimmungen, diese sollte man vor Antritt der Sprachreise ins europäische Ausland bei den zuständigen Behörden erfragen. Informationen zu Angelegenheiten rund ums Visa sind bei der Botschaft des jeweiligen Reiselandes erhältlich.

Sich bei der Sprachreise eine Zeit lang das Haus mit einer völlig fremden Familie zu teilen, ist nichts, das einem kalte Schauer über den Rücken jagen muss. Ganz im Gegenteil! Es gibt keinen besseren und spannenderen Weg, als bei einer Gastfamilie Land und Leute kennenzulernen.

Seit Jahren arbeiten wir mit unseren Organisatoren vor Ort in Europa zusammen, die die Gastfamilien sehr sorgfältig auswählen. Bei den Familien handelt es sich übrigens nicht immer um »traditionelle« Familien mit Kindern. Wir bezeichnen auch alleinstehende Frauen mit oder ohne Kind, ältere Leute oder junge Familien mit oder ohne Kind als Gastfamilie. Der Lebensstandard in anderen europäischen Ländern ist oft etwas niedriger, als man es vielleicht gewohnt ist, dafür geht es dort meist auch gemütlicher zu. Bettwäsche wird bei der Sprachreise von der Gastfamilie zur Verfügung gestellt, allerdings sollten Handtücher, Zahnbürste und -pasta sowie Shampoo und Duschbad nicht in der eigenen Reisetasche fehlen.

Damit der Aufenthalt in der Gastfamilie angenehm verläuft, müssen wir vor Antritt der Sprachreise über alle Besonderheiten von dir Bescheid wissen. Das schließt etwa schwerwiegende Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, wie bspw. Zöliakie, und Krankheiten mit ein. Nur so kann sichergestellt werden, dass wir euch bei der Sprachreise trotz eurer starken Hundehaarallergie nicht in einer Gastamilie mit zehn Pudeln unterbringen. Alle wichtigen Medikamente, die ihr braucht, sollten bei eurem Aufenthalt in Europa natürlich nicht fehlen.

Wenn ihr euch bei eurer Schülersprachreise für die Unterkunft in einer Gastfamilie entschieden habt, sind kleine Mitbringsel als Gastgeschenk immer gern gesehen – wer bekommt schließlich nicht gern etwas geschenkt? Viel Geld muss dabei nicht investiert werden, auch auf die üblichen Souvenirs, wie Bildbände über Deutschland oder eure Heimatstadt sowie Kalender, kann verzichtet werden, denn die stapeln sich meist schon auf den Dachböden der Gastfamilien. Hingegen kommen deutsche, regionale oder ausgefallene Spezialitäten als kleines Gastgeschenk überall in Europa gut an.

Bei einer Schülersprachreise ins europäische Ausland ist es äußerst unwahrscheinlich, dass Hausmädchen in schicken Uniformen durch das Haus ziehen, um aufzuräumen. Das eigene Zimmer bei der Gastfamilie in Ordnung zu halten, ist also Aufgabe jedes einzelnen. Dazu zählt, das Bett zu machen sowie der vorsichtige Umgang mit Essen, Getränken, Tinte oder Make-up.
Falls bei einem Aufenthalt doch mal etwas passiert, sollte der Mut zusammengenommen und der Schaden den Gasteltern gemeldet werden. Bei größeren Schäden kann notfalls auch die Haftpflichtversicherung einspringen, dann müssen zudem die verantwortlichen Lehrer informiert und ein Protokoll aufgesetzt werden.

Damit niemand bei der Ankunft im Reiseland vor Hunger schlappmacht, sollte genügend Proviant für die Fahrt eingepackt werden. Das Essen an Raststätten und auf der Fähre ist oft sehr teuer, so dass die eigenen Brote, Riegel, Kekse sowie Obst- und Gemüsescheibchen die bessere und günstigere Alternative für den Antritt der Sprachreise sind. Auch Wasserflaschen sollten nicht fehlen.

Wie die Verpflegung vor Ort in Malta, Irland oder Frankreich aussieht, ist von der Buchung abhängig. Die Halbpension umfasst Frühstück (Toast mit Butter und Marmelade, Cornflakes, Tee oder Kaffee) und Abendessen (je nach Gastfamilie sehr individuell, meist Tiefkühlkost). Bei Vollpension gibt es zusätzlich noch ein Lunchpaket (Sandwich, Obst, Schokoriegel, eine Tüte Chips, Getränk) mit auf den Weg, um den Sprachkurs gut gestärkt meistern zu können.

Egal wo ihr seid: Überall in Europa wird Höflichkeit in jeglichen Lebenslagen sehr gern gesehen. Ausdrücke wie »bitte«, »danke«, »Darf ich …?« können gar nicht oft genug am Tag fallen. 
Weiterhin gilt es bei der Sprachreise, sich an die Gepflogenheiten und Regeln der Gastfamilie zu halten, zum Beispiel was Essenszeiten oder Nachtruhe angeht. Alkoholkonsum und Rauchen sind selbstverständlich strengstens verboten.

Was es in den konkreten Ländern, in die euch eure Sprachreise führt, noch zu wissen und zu beachten gibt, haben wir in unseren Länderinfos für Frankreich, Malta und Irland informativ und unterhaltsam zusammengefasst.

Unsere Gastfamilien in Malta, Irland und Frankreich sind quasi handverlesen, deshalb kommt es bei uns so gut wie nie vor, dass eine Schüler bei der Sprachreise die Unterkunft wechseln möchte. Sollten allerdings wirklich einmal schwerwiegende Probleme auftreten, die sich auch in einem Gespräch mit den Gasteltern und dem Organisator vor Ort nicht lösen lassen, müssen wir als Reiseveranstalter unbedingt informiert werden. Wir werden unser Bestes geben, um eine Lösung zu finden, damit die Sprachreise sorgenfrei weitergehen kann. Alle nach der Reise vorgetragenen Beschwerden können von uns nicht mehr berücksichtigt werden.

Neben der Unterbringung in Gastfamilien ist es bei manchen europäischen Reisezielen auch möglich, die Nächte der Sprachreise direkt auf dem Schulgelände – in der Schulresidenz – zu verbringen. Mädchen und Jungs sind getrennt voneinander untergebracht, es gibt Aufenthaltsräume mit Fernseher und Spielen und dank kostenlosem WLAN genügend Gelegenheit, um mit der restlichen Welt in Verbindung zu bleiben. In jedem Wohnhaus ist eine Aufsichtsperson erreichbar. Ihr bekommt Vollpension (Frühstück, Mittagessen und Abendessen) in der Schulmensa, die meist auch vegetarisches Essen anbietet.
Bei manchen Unterkünften ist es außerdem üblich, eine Kaution zu hinterlegen. Sofern ihr die Zimmer am Ende der Sprachreise in bewohnbarem Zustand verlasst, bekommt ihr die Kaution natürlich in voller Höhe zurück.

Bei eurer Sprachreise geht es im Unterricht eher etwas lockerer zu. Mithilfe eines kleinen Einstufungstests werden am ersten Tag die Klassen zusammengestellt. Dann heißt es im Unterricht: Sprechen, sprechen, sprechen! – Egal ob Englisch oder Französisch. Dabei lassen sich die Lehrer für den Sprachkurs einiges einfallen. Um die Kunst der Konversation zu trainieren, stehen unter anderem Spiele, Interviews und Projektarbeit auf dem Programm. Benötigt werden dafür lediglich Papier, Stifte und ein kleines Wörterbuch der Landessprache.

Am Ende der Sprachreise nach Malta, Frankreich oder Irland gibt es für jeden Schüler ein Zertifikat, das ihr euch zu Hause mit Stolz an die Wand hängen könnt.

Bei eurer Sprachreise nach Frankreich, Irland oder Malta sollte neben dem Personalausweis auch die elektronische Gesundheitskarte (Krankenversicherung) einen festen Platz im Handgepäck haben. Damit ist man für den Ernstfall gut gerüstet. Natürlich kann es auch nicht schaden, sich vor Antritt der Reise bei der Krankenkasse zu informieren, ob weitere Versicherungen für den Auslandsaufenthalt in Europa nötig sind.

Im Fall einer Stornierung der Reise bevorzugen wir so wenig Stress und Ärger für alle Beteiligten wie möglich. Deshalb lohnt es sich, direkt bei Buchung der Schülersprachreise eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen. Go-prisma kooperiert hier mit der HanseMerkur Reiseversicherung. Bei Buchung senden wir euch alle dafür nötigen Informationen zu.

Wichtig zu wissen ist, dass eine frühzeitige Stornierung für alle Beteiligten am einfachsten ist. Wenn also absehbar ist, dass die Teilnahme an der Schülersprachreise doch nicht möglich sein wird, sollte man lieber gleich stornieren. Das ist besser, als noch lange zu warten und sich am Ende über die hohen Kosten zu ärgern.

Die Stornierungszeiträume für die Schülersprachreisen nach Irland, Malta und Frankreich sind in unseren Allgemeinen Reisebedingungen einsehbar.