Wegweiser vor dem Royal Pavilion im Seebad Brighton in England, Großbritannien

Großbritannien

Regnet es immer in Großbritannien? Mit welcher Währung zahlt man im Vereinigten Königreich? Und was, bitte, hat es mit dem »English Breakfast« auf sich? Wissenswertes für die Klassenfahrt oder Sprachreise nach Großbritannien – gesammelt in unseren nützlichen wie unterhaltsamen Länderinfos.
 

Man glaubt es kaum, aber trotz aller Klischees – nie enden wollender Regen und undurchdringlicher Nebel – liegt Großbritannien tatsächlich in einer gemäßigten, fast milden Klimazone. Das heißt, die Temperaturen auf der Insel schaffen es im Winter durchschnittlich fast immer über null Grad, im Sommer wird es dafür kaum richtig heiß.
Vor Reiseantritt einen Blick auf den Wetterbericht zu werfen, lohnt sich auf jeden Fall, um bei der Klassenfahrt oder Sprachreise für alles, wirklich alles gewappnet zu sein.

Großbritannien ist eines der wenigen Länder in Europa, in denen man nicht mit dem Euro zahlen kann – die Briten vertrauen weiterhin auf ihr gutes altes Pfund. Für die Klassenfahrt oder Sprachreise ins Vereinigte Königreich sollte man auf jeden Fall ein paar Pfund in der Tasche haben und vor allem bedenken, dass auf der Insel alles etwas teurer ist als in Deutschland ist. Der Wechselkurs Euro–Pfund schwankt ständig, Währungsrechner im Internet spucken aber immer die aktuellen Zahlen aus.

Taschendiebe gibt es leider auch in Großbritannien und sie machen vor Touristen keinen Halt. Es ist deshalb sinnvoll, bei Ausflügen nicht immer das ganze Urlaubsgeld dabei zu haben. Notfalls kann man auch auf Reiseschecks zurückgreifen.

In den vergangenen Jahren ist es immer günstiger geworden, im Ausland zu telefonieren. Auch bei einer Klassenfahrt oder Sprachreise ins Vereinigte Königreich dürften abgehende Telefonate vom Handy derzeit maximal knapp 23 Cent pro Minute kosten, bei empfangenen Anrufen sind es etwa 6 Cent. Für eine SMS dürfen maximal 7 Cent berechnet werden. Auch in Sachen Surfen gibt es eine Obergrenze: Hier liegt der Preis bei knapp 24 Cent pro Megabyte. Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, sollte man vor Beginn der Klassenfahrt oder Sprachreise nach Grobritannien aber trotzdem das Gespräch mit seinem Mobilfunkanbieter suchen. 

Übrigens: Meist gibt es überall auf der Insel auch Internetcafés – für den Fall, dass das Handy schlappmacht oder man die Kosten fürs Surfen ganz genau im Blick haben möchte.

Doch auch in den digitalen Zeiten von Facebook, Instagram und Twitter sind Ansichts- und Grußkarten immer noch die schönste Art, sich aus dem Urlaub im Vereinigten Königreich zu melden. Diese findet man in Kiosken oder Souvenir- und Buchläden. Dazu werden meistens auch gleich die passenden Briefmarken verkauft.

Über Großbritannien und die Briten gibt es wahrlich viele Klischees: Reserviertheit, Höflichkeit, schwarzer Humor, Bierseligkeit, das Bilden von Warteschlangen in jeder erdenklichen Situation, das Essen schmeckt scheußlich … Klischees entstehen nicht ganz ohne Grund, aber vieles ist überholt oder grundsätzlich falsch. Um Fettnäpfchen gekonnt zu umschiffen, hier ein paar wertvolle Tipps für die Klassenfahrt oder Sprachreise ins Vereinigte Königreich:

Die Engländer sind im Allgemeinen sehr höflich, aber auch reserviert. Vergisst man einmal, Bitte oder Danke zu sagen, wird das als schlechtes Benehmen registriert. Daher ist es ratsam, ein kurzes »Sorry« lieber zu häufig als zu selten über die Lippen zu bringen. An diese für Deutsche untypische Freundlichkeit gewöhnt man sich jedoch recht schnell, da sich alle Anderen um einen herum ebenfalls ständig entschuldigen. Also »Please«, »Thank you«, »Could you …?« oder »May I …« bitte nicht vergessen.
Und was ist mit dem Klischee, dass sich Engländer, egal wo, gerne in Schlangen anstellen? Ein Vorurteil, das man an vielen Stellen Großbritannien bestätigt findet. Unvorstellbar ist es, sich einfach vorzudrängeln, selbst wenn es noch so wichtig ist. Vermutlich würde – aufgrund guter Manieren – keiner der Wartenden lauthals aufschreien und sich beschweren, doch man sollte es vielleicht besser nicht herauf beschwören.

Und wie die Schotten und Waliser nun wiederum drauf sind, lässt sich am besten selbst – bei einer Klassenfahrt oder Sprachreise – herausfinden.

Das englische Frühstück: viel Ei, Würstchen, Bohnen und Speck, abschließend Porridge. Zwischendurch: frittierte Marsriegel. Zum Abend: frittierter Fisch mit viel Kartoffeln …
So, das behauptet das Klischee, sieht das tägliche Menü des Engländers aus. Aber nein! Gerade die Ernährung ist etwas höchst Individuelles. Sicher werdet ihr bei eurer Klassenfahrt oder Sprachreise auf der Insel mehr Fish'n'Chips-Läden finden als in Deutschland. Und hier werden auch mehr Sandwiches gegessen, aber was man vom britischen Essen mitbekommt, hängt sehr vom eigenen Geschmack und von den Gewohnheiten der Gastfamilie bzw. dem Angebot im Hostel/Hotel ab. Auch in Großbritannien gibt es frisches Obst und Gemüse und eine exquisite Kochkultur. Aber mindestens einen Versuch ist das englisches Frühstück bei eurer Reise definitv wert! 

Achtung, Achtung: Linksverkehr! Also aufgepasst beim Überqueren einer Straße und lieber einmal mehr nach links und rechts schauen, damit es auf Klassenfahrt oder Sprachreise keine bösen Überraschungen von rechts gibt …

Was euer Lehrer bei der Klassenfahrt bzw. euer Betreuer bei der Schülersprachreise ins Vereinigte Königreich anordnet, gilt ganz unabhängig von den britischen Jugendschutzgesetzen. Wenn er euch also den Konsum von Alkohol oder Tabak verbietet, müsst ihr euch daran halten, auch wenn ihr schon 18 Jahre seid und in Großbritannien eigentlich Alkohol trinken und rauchen dürftet.

In unserem PDF zum Download findet ihr die aktuellen Richtlinien zum Jugendschutz in Großbritannien gut zusammengefasst.

Jugendschutzbestimmungen Großbritannien