Außenansicht der Christ Church Cathedral in Dublin, Irland

Irland

Spricht man in Irland Irisch, Englisch oder Gälisch? Kommt der Verkehr von links oder von rechts? Und sollte man bei einer Klassenfahrt oder einer Sprachreise auf die Insel seine Regenjacke einpacken? In unseren Länderinfos findet sich allerlei nützliches Wissen über Irland.
 

In Irland herrscht durch den Golfstrom ein gemäßigtes Hochseeklima mit milden Wintern und kühlen Sommern. Doch das Klischee vom beständigen irischen Regen gibt es nicht ohne Grund. Durch den oftmals starken Wind auf der Insel kann das Wetter binnen Minuten umschlagen. So bedeutet ein strahlend blauer Himmel nicht, dass es in den nächsten zehn Minuten nicht doch anfangen könnte zu regnen. Auf Klassenfahrt oder Sprachreise gehört ein Regenschirm definitiv zur Grundausrüstung bei der Erkundung Irlands.

Doch der häufige Regen hat auch sein Gutes: Der Niederschlag, die damit verbundene hohe Luftfeuchtigkeit und das ganzjährig milde Klima machen Irland zur grünen Insel, wie wir sie kennen und lieben. Es grünt das ganze Jahr über; im Südwesten des Landes kann man – dank des milden Klimas – teilweise auch Palmen entdecken. Alles im grünen Bereich also.

In Irland wird wie in Deutschland mit Euro bezahlt. Allerdings sollte man bei einer Klassenfahrt oder Sprachreise beachten, dass die Lebenshaltungskosten in Irland um einiges höher sind als bei uns. Gerade die Lebensmittel kosten im Schnitt ein Viertel mehr als zu Hause. Das wirkt sich erheblich auf die irischen Restaurantpreise aus. Selbstversorger können jedoch in Supermarktketten wie Aldi, Lidl und Tesco oder auf Wochenmärkten relativ günstig einkaufen.

Taschendiebe gibt es leider auch auf der Insel; sie machen vor Touristen keinen Halt. Es empfiehlt sich daher, bei Ausflügen nicht immer das ganze Urlaubsgeld dabeizuhaben.

EU sei Dank ist es in den vergangenen Jahren immer günstiger geworden, im Ausland zu telefonieren. Abgehende Telefonate vom Handy aus dürfen derzeit maximal knapp 23 Cent pro Minute kosten, bei empfangenen Anrufen sind es etwa 6 Cent. Für eine SMS dürfen maximal 7 Cent berechnet werden. Auch in Sachen Surfen gibt es eine Obergrenze: Hier liegt der Preis bei knapp 24 Cent pro Megabyte. Um ganz sicherzugehen sollte man vor Beginn der Reise aber trotzdem das Gespräch mit seinem Mobilfunkanbieter suchen.

Übrigens gibt es meist überall auch Internetcafés, für den Fall, dass das Handy schlapp macht oder man die Kosten fürs Surfen ganz genau im Blick haben möchte.

Doch auch in Zeiten von Facebook, Instagram und Twitter sind Postkarten immer noch die schönste Art, sich aus dem Urlaub zu melden. Die findet man in Kiosken oder Souvenir-und Buchläden. Dazu werden gleich meist auch die passenden Briefmarken verkauft.

Erste Amtssprache in Irland ist die alte keltische Sprache Gälisch. Sie wird allerdings nur von drei Prozent der Bevölkerung tatsächlich als erste Sprache gesprochen. Englisch als zweite Amtssprache des Landes ist weitaus verbreiteter. Die Verständigung auf Englisch dürfte bei eurer Klassenfahrt oder Sprachreise auf die Insel also kein Problem darstellen.

Das irische Nationalgericht »Irish Stew«, ein Kartoffel-Lamm-Eintopf, findet man erstaunlicherweise selten, dafür gibt es eigentlich überall Fleischgerichte mit Pommes Frites und Gemüse. Ein weiteres traditionelles Gericht auf der Insel ist »Coddle«, ein Eintopf aus Kartoffeln, Speck und Wurst. Überhaupt ist die Kartoffel aus der irischen Küche nicht wegzudenken. Aber auch an Fischspezialitäten und Meeresspezialitäten gibt es eine recht große Auswahl.

Das traditionelle irische Frühstück ist sehr reichhaltig, denn es beinhaltet neben Orangensaft und »Cereals« auch Eier, Würstchen, Speck und Tee oder Kaffee. Dazu gibt es noch »Soda Bread«, eine irische Brotspezialität, und Toast. Bei einer Klassenfahrt oder Sprachreise nach Irland sollte man sich also fröhlich einmal durch die ganze Speisekarte essen.

Als Gott die Zeit schuf, so meint man in Irland, hat er genug davon gemacht. Dementsprechend entspannt sind die Iren. Das Leben und seine Herausforderungen werden locker genommen, man ist freundlich, naturverbunden, liebt sein Guinness, die Musik und den Stepptanz – so das Bild, dass der Nicht-Ire vom Iren hat. Wie in allen Klischees, liegt auch in diesem wohl ein Körnchen Wahrheit. Bei einer Klassenfahrt oder Sprachreise lässt sich am besten ein Bild davon machen.

Achtung, Linksverkehr! Für alle, die in Irland auf Klassenfahrt oder Sprachreise sind, gilt: Augen auf im Straßenverkehr und lieber einmal mehr achtsam nach links und rechts schauen beim Überqueren einer Straße.

Was euer Lehrer auf Klassenfahrt bzw. euer Betreuer auf einer Schülersprachreise nach Irland anordnet, gilt ganz unabhängig von den irischen Jugendschutzgesetzen. Wenn er euch also den Konsum von Alkohol oder Tabak verbietet, müsst ihr euch daran halten, auch wenn ihr schon älter seid und in Irland eigentlich ab 18 Jahren Alkohol trinken bzw. rauchen dürftet.

In dieser Übersicht findet ihr die aktuellen Gesetze zum Thema Jugendschutz in Irland in einem PDF gut zusammengefasst.