Das berühmte Kolosseum am Abend – in Rom, Italien

Italien

Trinkt man in Italien den ganzen Tag Cappuccino? Kann man dabei sogar noch sparen, wenn man im Café stehen bleibt? Und wo kann man auf Klassenfahrt und Sprachreise Briefmarken für einen Urlaubsgruß kaufen? Kurioses und Wissenswertes über Italien gibt es hier in unseren Länderinfos.
 

Italien gehört zu den Ländern, die alle wetterbedingten Wünsche erfüllen können: vom mediterranen Klima im Süden des Landes bis hin zum alpinen Gebirgsklima im Norden. So variieren auch die Temperaturen und Niederschläge innerhalb des Landes stark. Auf Klassenfahrt oder Sprachreise kann man allgemein jedoch von gemäßigten, mediterranen Verhältnissen ausgehen. Ideal für eine Reise!

Auch in Italien bezahlt man wie bei uns mit Euro und Cent. Allerdings kosten Lebensmittel meist etwa um die Hälfte mehr als in Deutschland. Dafür sind jedoch einige Dinge günstiger, zum Beispiel Nudeln, Kaffee, Schuhe oder Lederwaren. In einem Café kann man außerdem sparen, indem man am Tresen stehen bleibt – denn Kaffee, Cappuccion oder Espresso kosten weniger, wenn man sich nicht am Tisch sitzend bedienen lässt.

Taschendiebe gibt es leider auch im schönen Italien, sie machen nicht vor Touristen Halt. Es ist deshalb sinnvoll, auf Touren nicht immer das ganze Urlaubsgeld dabei zu haben. Es sei denn, man hat es während der Klassenfahrt oder Sprachreise auf einen Ausverkauf von Dolce & Gabbana oder Armani abgesehen. Wenn man den Geldbeutel nah am Körper trägt, bspw. unter dem T-Shirt, dürfte dem italienischen Shopping-Abenteuer aber nichts im Wege stehen.

EU sei Dank ist es in den vergangenen Jahren immer günstiger geworden, im Ausland zu telefonieren. Abgehende Telefonate vom Handy aus dürfen derzeit maximal knapp 23 Cent pro Minute kosten, bei empfangenen Anrufen sind es etwa 6 Cent. Für eine SMS dürfen maximal 7 Cent berechnet werden. Auch in Sachen Surfen gibt es eine Obergrenze: Hier liegt der Preis bei knapp 24 Cent pro Megabyte. Um ganz sicherzugehen sollte man vor Beginn der Reise aber trotzdem das Gespräch mit seinem Mobilfunkanbieter suchen.

Übrigens gibt es meist überall auch Internetcafés, für den Fall, dass das Handy schlapp macht oder man die Kosten fürs Surfen ganz genau im Blick haben möchte.

Doch auch in Zeiten von Facebook, Instagram und Twitter sind Postkarten immer noch die schönste Art, sich aus dem Urlaub zu melden. Die findet man in Kiosken oder Souvenir-und Buchläden. Dazu werden gleich meist auch die passenden Briefmarken verkauft.

Aus Italien hat sich vieles in die deutsche Kultur eingeschlichen. Zuallererst natürlich das wunderbare Essen – denken wir an Pizza, Pasta und Antipasti –, aber auch einige Worte und Sitten haben bei uns Einzug gehalten. Doch aufgepasst! Manches, was wir meinen, über die italienische Sprache zu wissen, ist schlichtweg falsch. Beispielsweise sollte man die Begrüßung »ciao« nur bei sehr guten Bekannten oder bei jungen Leuten verwenden. Üblich sind eher die formellen Varianten »buongiorno" (Guten Tag) und „buona sera" (Guten Abend).

Außerdem wird Cappuccino hier – entgegen der landläufigen Meinung, die Italiener würden den ganzen Tag Kaffee in jeglicher Form schlürfen, nur zum Frühstück getrunken (im Übrigen sind die Finnen die ungeschlagenen Rekordhalter beim Koffeinkonsum). Sollte man bei der Klassenfahrt oder Sprachreise in italienische Gefilde auf die Idee kommen, sich am Nachmittag eine Tasse zu gönnen, wird man eher schief beäugt.

Was euer Lehrer auf Klassenfahrt bzw. der Betreuer auf eurer Schülersprachreise nach Italien anordnet, gilt ganz unabhängig von den italienischen Jugendschutzgesetzen! Wenn er euch also den Konsum von Alkohol oder Tabak verbietet, müsst ihr euch daran halten, auch wenn ihr schon 18 Jahre seid und in Italien eigentlich rauchen oder Alkohol trinken dürftet.

In dieser Übersicht findet ihr die aktuellen Richtlinien zum italienischen Jugendschutzgesetz in einem PDF gut zusammengefasst.