Schülerinnen genießen die Sonne an der Côte d’Azur – Sprachreise nach Antibes, Frankreich

Kroatien

Wie lauten die drei großen kroatischen Zauberwörter? Was sind Kuna und Lipa? Und warum empfiehlt es sich, bei einem Ausflug ans Meer Badeschuhe einzupacken? Mit unseren Länderinfos kann man bestens vorbereitet und gut informiert auf Klassenfahrt nach Kroatien gehen.
 

Die Küste des Landes und die Kroatischen Inseln dürfen sich eines angenehmen mediterranen Klimas rühmen. Im Sommer ist es warm und trocken, im Winter mild und regnerisch. In Zagreb, der Hauptstadt Kroatiens, herrscht hingegen ein Kontinentalklima, das – genau wie bei uns in Deutschland – für vier unterschiedliche Jahreszeiten sorgt. Je nachdem, ob man Wetterüberraschungen mag oder nicht, sollte man vor Antritt der Klassenfahrt einen Blick auf den kroatischen Wetterbericht werfen.

In Kroatien zahlt man nicht mit Euro und Cent; die Währung des Landes sind Kuna und Lipa. Aber keine Sorge: an fast allen Ecken des Landes gibt es Wechselstuben. Dennoch empfiehlt es sich, schon vor Antritt der Klassenfahrt eine kleine Summe zu tauschen, um von Anfang an gut ausgerüstet zu sein. Achtung: Das Wechseln von Geld auf den Straßen Kroatiens sollte man vermeiden. Hierbei handelt es sich oft um Trickbetrüger.

Die Kosten für Lebensmittel in Kroatien ähneln denen in Deutschland. Dafür sind Obst und Gemüse um einiges frischer und reifer, weil in diesen Breiten einfach alles wächst. Einen sonnengereiften und frisch gepflückten Pfirsich sollte man sich bei einer Klassenfaht nach Kroatien also nicht entgehen lassen.

In touristisch überlaufenen Orten des Landes sind die Händler, wie überall auf der Welt, besonders geschäftstüchtig und verlangen höhere Preise für ihre Waren. Hier sollte man also ein bisschen mehr Geld einplanen, als man in der Heimat dafür ausgeben würde.

Taschendiebe gibt es leider auch in Kroatien, sie machen vor Touristen keinen Halt. Auf Klassenfahrt ist es daher sinnvoll, nicht immer das ganze Urlaubsgeld bei Ausflügen einzustecken. Notfalls kann man auch auf Reiseschecks zurückgreifen.

In den vergangenen Jahren ist es immer günstiger geworden, im Ausland zu telefonieren. Abgehende Telefonate vom Handy aus dürfen derzeit maximal knapp 23 Cent pro Minute kosten, bei empfangenen Anrufen sind es etwa 6 Cent. Für eine SMS dürfen maximal 7 Cent berechnet werden. Auch in Sachen Surfen gibt es eine Obergrenze: Hier liegt der Preis bei knapp 24 Cent pro Megabyte. Um ganz sicherzugehen, sollte man vor Beginn der Klassenfahrt trotzdem das Gespräch mit seinem Mobilfunkanbieter suchen.

Übrigens gibt es auch in Kroatien viele Internetcafés, für den Fall, dass das Handy auf Reisen schlappmacht oder man die Kosten fürs Surfen ganz genau im Blick haben möchte.

Doch auch in Zeiten von Facebook, Instagram und Twitter sind Ansichts- und Grußkarten immer noch die schönste Art, von der Klassenfahrt einen Gruß an die Daheimgebliebenen zu senden. Die Karten findet man in Kiosken oder Souvenir- und Buchläden. Dazu werden meist auch gleich die passenden kroatischen Briefmarken verkauft.

Es versteht sich von selbst, für eine Reise nach Kroatien mindestens die drei großen Zauberwörter »bitte«, »danke« und »Entschuldigung« zu lernen sowie ein paar kroatische Grußformeln parat zu haben. Ein einfacher Online-Sprachführer kann vor Antritt der Klassenfahrt helfen.

Kroatien ist ein Paradies zum Schnorcheln, aber auch Motorbootfahrer kommen hier voll auf ihre Kosten. Gerade deshalb müssen Taucher besonders vorsichtig sein, schon so mancher wurde von einem Boot angefahren. Wenn es bei der Klassenfahrt auch ans Meer gehen sollte, dann bitte immer mit Badeschuhen ins Wasser gehen. Die Gefahr, auf einen Seeigel zu treten oder auf den Steinen auszurutschen, ist hier ziemlich groß.

Trotz zahlreicher Minenräumungsaktionen nach dem Balkankonflikt der 90er-Jahre besteht in einigen Gebieten noch immer Gefahr durch Minen. Meist sind diese Gebiete durch Warnschilder (»Ne Prilazite!«) gekennzeichnet, hier und da fehlen sie allerdings.
Mehr aktuelle Informationen dazu bietet die Homepage der kroatischen Minenräumanstalt Hrvatski Centar za Razminiranje, die auch auf Englisch zu lesen ist. In den genannten Gefährdungsgebieten Kroatiens ist es ratsam, Straßen und Wege nicht zu verlassen. Bitte beachtet auf Klassenfahrt die örtlichen Sicherheitshinweise und die Anweisungen euer Lehrer.

Die kroatische Küche verzückt durch fangfrischen Fisch und Muscheln, wenn man mag. Allerdings sollte man bei einer Klassenfahrt nach Kroatien auch unbedingt mal »Manistra od Bobica« – Bohnen mit Maissuppe – versuchen und natürlich den luftgetrockneten Schinken, gepfefferte slawonische Würste sowie »Strukli«, ein Gericht aus gebackenen oder gekochten Teigwaren mit Käse.

Was euer Lehrer auf eurer Klassenfahrt nach Kroatien anordnet, gilt ganz unabhängig von den kroatischen Jugendschutzgesetzen! Wenn er euch also den Konsum von Alkohol oder Tabak verbietet, müsst ihr euch daran halten, auch wenn ihr schon 18 Jahre seid und in Kroatien eigentlich rauchen und Alkohol trinken und dürftet.

In dieser Übersicht findet ihr die aktuellen Gesetze zum kroatischen Jugendschutz in einem PDF gut zusammengefasst.