Baden im Mittelmeer an der Felsenküste Maltas

Malta

Wie sind die Malteser drauf? Wie steht es um das Leitungswasser auf der Insel? Und gibt es bei Klassenfahrten und Sprachreisen eine Sonnenscheingarantie? Die wichtigsten und interessantesten Hinweise für eine Reise nach Malta gibt es hier in unseren Länderinfos.
 

Experten sagen: »Das Klima auf Malta entspricht dem einer Kreuzfahrt auf See, wo an Deck immer eine kühle Brise weht.« Derart werden auch Temperaturen von 40 Grad selten zur Belastung. Schnee und Eis sind auf Malta Fremdwörter; selbst im Winter sind es immer um die 10 Grad. Also frühlingshafte Zustände auf der Insel – zumindest für deutsche Verhältnisse.

Wer die Klassenfahrt oder Sprachreise mit einem Strandurlaub am Mittelmeer verbinden möchte, wird den Sommer auf dem maltesischen Archipel lieben. Die Wassertemperaturen liegen im Hochsommer bei 25 Grad und sinken im Winter nicht unter 15 Grad. Deshalb ist Malta auch ein Ganzjahresziel für Taucher. Achtung: Die Strände sind zum Teil sehr felsig – Badeschuhe sind also durchaus sinnvoll!
Doch auch wer einfach nur am Strand liegen und in der Sonne braten will, kommt hier voll auf seine Kosten. Wolken und Regen huschen immer nur kurz über die Insel hinweg. Zehn Sonnenstunden pro Tag sind auf Malta keine Seltenheit, und das nicht nur im Sommer. Klingt nach idealen Voraussetzungen für eine Klassenfahrt oder Sprachreise ans Mittelmeer.

Auch auf Malta bezahlt man mit dem Euro, Geldwechseln vorab oder vor Ort ist also nicht nötig.
Taschendiebe gibt es aber leider auch auf der Insel und sie machen vor Touristen keinen Halt. Es ist deshalb sinnvoll, nicht immer das ganze Urlaubsgeld dabei zu haben, wenn man auf Malta unterwegs ist.

In den vergangenen Jahren ist es immer günstiger geworden, im Ausland mobil zu telefonieren, auch auf Malta. Abgehende Telefonate vom Handy dürfen derzeit maximal knapp 23 Cent pro Minute kosten, bei empfangenen Anrufen sind es etwa 6 Cent. Für eine SMS dürfen maximal 7 Cent berechnet werden. Auch in Sachen Surfen gibt es eine Obergrenze: Hier liegt der Preis bei knapp 24 Cent pro Megabyte. Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, sollte man vor Beginn der Klassenfahrt oder Sprachreise trotzdem das Gespräch mit dem eigenen Mobilfunkanbieter suchen.

Übrigens gibt es auch auf Malta viele Internetcafés – für den Fall, dass das Handy auf Klassenfahrt oder Sprachreise schlappmacht oder man die Kosten fürs Surfen ganz genau im Blick haben möchte.

In Zeiten von Facebook, Instagram und Twitter sind Ansichts- oder Grußkarten der Region jedoch immer noch die schönste Art, sich aus dem maltesischen Urlaub zu melden. Diese findet man in Kiosken oder Souvenir- und Buchläden auf der Insel. Dazu werden meistens auch gleich noch die passenden Briefmarken verkauft.

Die offizielle Landessprache der Insel ist Maltesisch. Ein paar Grundvokabeln – wie »Hallo«, »Bitte«, »Danke« und »Tschüss«, gerne auch mehr – sollte man bei einer Klassenfahrt oder Sprachreise durchaus beherrschen. Allerdings spricht die Mehrheit der Einwohner Maltas auch Englisch und viele Italienisch.

Gelassenheit ist wohl die wichtigste Eigenschaft, die man in Malta braucht. Auf der Insel gibt es keine Hetze. Ärgert euch deshalb bitte nicht, wenn die Kassiererin vor euch einen kleinen Plausch mit einer Kundin hält, sondern habt Geduld. Wenn ihr tatsächlich in Eile sein solltet, dann erwähnt das höflich und auf euch wird Rücksicht genommen.

Die Malteser sind meist sehr zuvorkommend und freundlich. Macht euch bei eurer Klassenfahrt oder Sprachreise am besten selbst ein Bild davon. Das heißt, scheut euch nicht, nach dem Weg zu fragen, ihr werdet wahrscheinlich sogar bis vor die Haustür gebracht.

Ein Überbleibsel aus der britischen Kolonialzeit ist der Linksverkehr auf der Insel. Also immer schön aufpassen, bevor ihr die maltesischen Straßen überquert!

Malta ist zudem berühmt für seine bunten Oldtimerbusse. Eine Fahrt damit solltet ihr euch bei eurer Klassenfahrt oder Sprachreise nicht entgehen lassen. Busfahren funktioniert im Inselstaat ähnlich wie Trampen – mit Handzeichen. Also einfach freundlich lächelnd einen Bus heranwinken, wenn ihr mitfahren wollt, und ausreichend Kleingeld parat halten.

Das Wichtigste vorab:
Leitungswasser kann und sollte man in Malta nicht trinken!

Schon allein wegen der großen Wasserarmut – trotz Meerwasserentsalzungsanlagen und Tiefbrunnen können Engpässe in der Wasserversorgung der Insel nicht vermieden werden. Auf ausgiebiges Duschen bei der Klassenfahrt oder Sprachreise sollte man daher auch verzichten. Es ist ja sowieso viel schöner, einfach ins türkisblaue Mittelmeer zu springen.

Trinken sollte man stattdessen doch besser die typisch maltesische Limonade »Kinnie« aus Bitterorangen und vielen Kräutern. Sehr besonders, aber auch sehr lecker! Das Essen auf Malta ist typisch mediterran – mit viel fangfrischem Fisch und knackigem Gemüse – und  durchaus vergleichbar mit der italienischen oder griechischen Küche. Wichtig ist es, angebrochene Lebensmittel immer sofort in den Kühlschrank zurückzulegen, da die hohe Luftfeuchtigkeit auf der Insel extrem schnell zu Schimmel führt.

Was euer Lehrer bei der Klassenfahrt bzw. euer Betreuer der Schülersprachreise nach Malta anordnet, gilt ganz unabhängig von den Jugendschutzgesetzen der Mittelmeerinsel. Wenn er euch also den Konsum von Alkohol oder Tabak verbietet, müsst ihr euch daran halten, auch wenn ihr schon älter seid und ihr in Malta eigentlich mit 16 Jahren Alkohol trinken und mit 18 Jahren rauchen dürftet.

In dieser Übersicht findet ihr die aktuelle Gesetzeslage zum maltesischen Jugendschutz in einem PDF gut zusammengefasst.